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Farvel „neXt level“ 2021

So wurden wir am letzten Wochenende vor dem Kranen empfangen ⛵️

Ist es wirklich schon so spät; – ja das ist es 😩.

Die Saison geht zu Ende.

Am letzten Wochenende haben wir den trockenen Sonntag dazu genutzt um die Segel abzuschlagen.

An diesem Wochenende wurde alles demontiert um am 11.10. das Boot aus dem Wasser zu kranen.

Dabei wurde das Motoröl gewechselt und der Kühlwasserkreislauf wurde mit Frostschutz kurz vor dem Kranen gespült.

Ohne Segel und ohne Baum sieht ein Segelboot traurig aus, wenn dann noch der Mast weg ist bleibt nicht mehr viel von einem Segelboot übrig.

Aber nach der Saison ist vor der Saison 👍.

Diese Jahr war das zweite Jahr auf der Ostsee. Wir haben trotz des durchwachsenen Wetters viel erlebt.

Das zum Teil schlechte Wetter ist vergessen und es bleiben viele positive, spannende und tolle Momente in Erinnerung.

Außer ein paar Muscheln am Propeller und unter dem Kiel war alles sauber

Nach zwei Tagen arbeiten in der Halle am Boot war alles fertig für die neue Saison.

Der Unterwasseranstrich ist drauf, gewachst und poliert.

Ende Oktober geht es nochmal zum Boot ein ein zweites mal eine Wachs Schicht aufzubringen.

Wir haben in diesem Jahr sehr gute Erfahren damit gemacht, dass wir zwei mal Wachs vor der Segel Saison aufgetragen haben.

Der Rumpf und der Aufbau waren erstaunlich sauber nach der Saison.

In dem Zuge wird noch der Ölfilter getauscht, da fehlte mir das Werkzeug um diesen lösen zu können.

Wieder ein Werkzeug mehr für den Weihnachtsmann 🎅🏼.

Vielleicht findet sich trotz allem nochmal die Möglichkeit mit ein paar Stegnachbarn in diesem Winter ein Treffen in der Halle zu finden. Es muss doch mal nachgeschaut werden, ob alles o.k. ist 😉.

Wie die Zeit rennt

neXt level in der Flensburger Förde

Owe, gerade war doch erst Mai als das Boot am 30.Mai nach Marina Minde überführt wurde.

Heute ist Montag, der 16. August und wir sitzen während unseres Sommerurlaubs in Marstal fest und draußen bläst der Wind mit

6 – 7 Windstärken.

Als Sommerurlaub kann man das in diesem Jahr nicht bezeichnen.

Ein sehr durchwachsenes Wetter mit viel Wind, Regen und jetzt der 3. Sturm der kommt.

Bis auf einen Tag, hatte ich kurze Hosen an, es ist Sommer lt. Kalender 🙂

Auf unserer Reise Rund Fyn haben wir Ole in Nyborg besucht.

Ole schaut regelmäßig auf die Internet Seite, leider ohne Erfolg da ich hier sehr lange nichts mehr geschrieben habe.

Heute kann ich die Zeit dafür nutzen, um über die bisherige Saison zu schreiben.

Der Plan war nach dem das Boot in Marina Minde war, an jedem guten Wochenende dorthin zu fahren.

Das war der Plan, aber Pläne sind dazu da um sie über den Haufen zu werfen und etwas anderes zu machen.

Wir sind bis jetzt an jedem Wochendende dort gewesen 🙂

Wenn das Wetter mal nicht so gut war, sei es zu viel Wind haben wir die Zeit genutzt um einen Ausflug an Land zu unternehmen oder am Boot etwas zu puzzeln.

Wir haben in der kurzen Zeit bereits ein paar sehr nette Segler dort kennengelernt und auch alte Bekannte wieder getroffen.

Jedes Wochenende ist dort wie ein Kurzurlaub.

Am 26. Juli begann unser Sommerurlaub für ganze vier Wochen.

Gleich einen Tag nach Ankuft wurde abgelegt ohne ein Ziel vor den Augen zu haben.

Wir wollten je nach Wind in die Dänische Südsee.

Auf unseren ersten Törn nach Söby, die ganze Zeit gegen den Wind und schon in Reichweite des Leuchtturms haben wir einen Segler entdeckt, der mit winkenden Armen auf dem Vorschiff stand und um Hilfe gewunken hat.

Skjoldnaesvej – Leuchtturm auf Aero

Der Motor war ausgefallen, also haben wir eine Leine rüber gegeben und das Segelboot in den Hafen von Söby gezogen. Der Hafen platzte aus allen Nähten und da wir bereits spät dran waren, gab es keine Möglichkeit einen freien Platz in einer Box zu bekommen.

Nach 38 Seemeilen waren wir froh, im Päckchen fest machen zu können.

Am nächsten Morgen konnten wir das Boot auf einen freien Platz verholen.

Dort war dann schon der 1. Sturm für Mitte der Woche angesagt.

Es gab zwei Möglichkeiten, erstmal weiter zu fahren oder mit einem Zwischenstopp in Höruphav dann zurück nach Marina Minde.

Wir enschieden uns für Höruphav und starteten am nächsten Samstag unsere Tour neu.

Höruphav

Neuer Start am Samstag von Marina Minde nach Sonderburg in den Hafen Verdens Ende.

Ein kleiner Segelverein, nördlich der Brücke von Sonderburg im Als Sund.

Sonderburg

Nach einer Übernachtung sind wir den Als Sund hoch in Richtung Dyvig.

Da es nur 11 Seemeilen waren und wir früh aufgestanden sind, waren wir rechtzeitig dort um einen freien Liegeplatz zu bekommen.

Man merkt es der Zeit an, dass die Ferien in Dänemark und in Norddeutschland zu Ende sind, es wird einfacher einen

freien Liegeplatz zu bekommen.

Dyvig

Nach einer Übernachtung sind wir in Richtung Assens gestartet.

Wir wollten den nächsten Hafen nutzen um Lebensmittel und Getränke zu bunkern.

Nach anfänglichen Regen und 21 Seemeilen haben wir in Assens festmachen können, incl. Sommer, hurra.

Nach zwei Hafentagen ging es 18 Seemeilen weiter Richtung Norden.

Wir wollten unsprüglich nach Fredericia, sind dann etwas weiter den kleinen Belt hoch und haben in Skærbæk angelegt.

Ein gemütlicher kleiner Vereinshafen und sehr schön gelegen.

Da der 2. Sturm oder eher der Durchzug einer kleinen aber feinen Tiefdruck Front angesagt war, entschieden wir uns

für zwei Tage dort zu bleiben.

Von Skaerbaek ging es dann 19 Seemeilen nach Bogense.

Auf Bogense haben wir uns sehr gefreut.

Wir haben uns dort auf der Suche nach einer „X“ eine X-99 angesehen und standen kurz davor, diese zu kaufen.

Bogense ist einer kleiner schöner Ort um ein paar Tage zu bleiben.

Wir sind für drei Nächte dort geblieben, leider hat das Wetter die Freude etwas getrübt.

Unser weitester Sprung stand an, von Bogense nach, ne nicht Kerteminde wie geplant sondern nach Nyborg, 56 Seemeilen.

Auf dem Weg nach Nyborg, unser nördlichster Punkt auf unserer Reise.
Skipper

Vor Kerteminde war die große Storebælt Brücke über den Großen Belt zu sehen, auf dem Foto näher dran zu sehen.

Ein tolles Ereignis dieser Brücke Nahe zu kommen, bisher sind wir nur mit dem Auto darüber gefahren, heute mal unter durch 🙂

Großer Belt – Store Bælt Brücke

Nachdem der Wind zu gut stand, war er dann aufeinmal weg. Vor der Brücke kam er wieder und kaum sind wir unter der Brücke durch hat jemand den Schalter angestellt.

Gute 16 bis 18 Knoten standen auf der Logge ( 4-5 Bft.) und wie schon so oft in unserem Urlaub, genau von vorn. Da wir fast

12 Stunden unterwegs waren, haben wir die Segel eingeholt und sind unter Motor in den Hafen von Nyborg eingeglaufen.

Ich mag es gar nicht, nur weil der Wind von vorn kommt den Motor anzumachen,

hier haben wir nach dem langen Tag eine Ausnahme gemacht.

Um 21:40 angekommen war erstmal Feierabend. Ole aus der Koje noch kurz eine Mail geschrieben das wir in Nyborg sind und dann Gute Nacht.

Am nächsten Morgen bei meinem Kaffee und Sonne im Cockpit, klopfe es am Schiff. Eine Klingel haben wir nicht 🙂

Ole stand da und wir haben uns sehr gefreut uns wieder zu sehen.

Ein tolle Bekanntschaft, unseren Verkäufer wieder zu Treffen und sich viel zu erzählen zu haben.

Ole erzählte uns, dass er mit einem Bekannten ein kleines Motorboot hat und das Boot „SVAMPEBOB“ heißt.

Auf deutsch „SpongeBob“ Der Name ist auf der Überführung unseres Bootes von Nyborg nach Kiel entstanden.

Ole erzählte uns, dass er mit seinen Freunden auf der Fahrt viel Spaß hatte und einer seiner Freunde auf ein mal SVAMPEBOB zu ihm sagte. Diesen Namen hat sie für das kleine Motorboot übernommen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Marina Minde !

Svampebob

Von Nyborg sollte es zur Abwechselung einen kurzen Törn geben. 15 Seemeilen von Nyborg nach Lohals auf Langeland.

Und die wurden auch eingehalten.

Noch nie davon gehört außer auf der Seekarte davon gelesen zu haben.

Die Hafeneinfahrt musste ich bei der Ansteuerung etwas suchen um sie zu finden,

eine kleine enge Einfahrt.

Ein tolles kleines Dörfchen, wie sich herausstellte mit Ferienhäusern und etwas Tourismus,

aber trotzdem sehr angenehm.

Der Hammer dort ist die Bäckerei. So etwas leckeres haben wir bisher noch nie gegessen.

Der Apfelkuchen und die Rumkugel,

einfach sau lacker !

Einfahrt zum Fischereihafen

Es war der 3. Sturm angesagt. Ziel sollte Rudköbing sein. Wir sind morgens um 6 Uhr losgesegelt um rechtzeitig vor dem ersten Wind in den kommenden vier Tagen anzukommen.

Kurz nach 6 Uhr am Morgen

In Rudköbing angekommen waren wir in der Zeit so gut das wir uns dazu entschieden haben nach Marstal weiter zu segeln.

Hier angekommen sitzen wir nun bei z.Zt. 28 Knoten (7 Bft) und warten auf unser Wetter-Fenster um nach Marina Minde zurück zu kommen.

Heute ist Montag, das früheste wird Donnerstag sein, für uns eher der Freitag.

Es gab gestern ein Wetter Fenster um zurück nach Minde zu kommen, was wir allerdings erst zu spät realisiert haben.

Vielleicht aber auch besser, da es am Abend stürmisch wurde und extrem gewittert hat.

Vorsorglich habe ich einen 2. Festmacher in Luv bei 30 Knoten ausgebracht. Der vorhandene Festmacher den wir für unterwegs haben ist älter und lässt uns besser schlafen.

Nun waren wir eine Woche in Marstal und die Zeit ist wie im Fluge vergangen.

Einen Tag sind wir mit der Fähre von Marstal nach Rudköbing gefahren. Das tolle auf Aero ist, dass der

Bus und die Fähren kostenlos sind.

Am Freitag war es dann soweit, wie schon so oft in diesem Urlaub kam der Wind von gegen an, also mussten wir die gesamte Strecke zurück kreuzen. Für eine kurze Zeit hatten wir halben Wind, aber nur für kurze Zeit.

Am Ende waren wir 12 Stunden unterwegs und hatten 52 Seemeilen auf der Logge.

Als wir gerade aus dem Hafen von Marstal gefahren sind, hatten wir 3-4 Schweinswale um uns herum.

Bei der Ankunft kurz von Marina Minde hatten wir auch zwei Scheinwale an unserer Seite.

Morgens früh, kurz nach der Abfahrt in Marstal

Kurz vor dem Ziel frischte der Wind auf und die Sonne zeigte sich zum Abschluß

versöhnlich für einen kurzen Moment.

Marina Minde

Da waren wir zurück.

Trotz des sehr wechselhaften Wetters hatten wir einen schönen Törn rund Fyn und eine sehr schöne Zeit auf dem Wasser.

Als wir Sonntag Abend Richtung Heimat mussten, fiel mir der Abschied sehr schwer.

Ich hätte noch eine längere Zeit auf dem

Boot/Wasser verbringen können.

Wir sind dann mal fertig

Unseren Urlaub haben wir dafür nutzen können, alle Frühjahrsarbeiten schon im Herbst erledigen zu können.

Fertig poliert mit Unterwasseranstrich.

Die milden Temparaturen haben dazu eingeladen, schon jetzt alles zu erledigen.

Im Frühjahr ist es oft ein abwägen, ob die Temperaturen für das Antifouling schon stimmen und außerdem soll es möglichst früh aus der Halle ins Wasser gehen. Das Verlegen an die Ostsee zu unserem neuen Sommerliegeplatz steht dann rechtzeitig an.

Langweile kommt aber nicht auf, es sind noch ein paar andere Dinge zu erledigen und der Wunschzettel für den Weihnachtsmann ist lang und wird länger. Vielleicht bringt er ein paar Dinge die dann auch verbaut werden sollen 🙂

Es ist ein gutes Gefühl, wenn das Boot den Winter über in einer Halle steht. Geschützt vom Wetter ist es in diesem Jahr entspannter. Im letzten Winter immer wieder nach Harburg zu fahren und nachzuschauen ob alles ok. ist.

Außerdem macht es auch Spaß um die Ecke zu fahren und zu schauen was das Boot macht und ein Bier darauf zu trinken 😀.

Die Elbe ist schön, aber…..

Wie soll ich anfangen? Die Elbe ist schön, aber die Ostsee ist schöner? Nein, das wäre ungerecht und auch nicht zu vergleichen, beides hat seine Facetten und Ansprüche. Es hat uns im Urlaub auf der Ostsee so gut gefallen, dass wir wieder dorthin möchten und zwar nicht nur für einen Sommerurlaub, sondern für eine Segelsaison. Das Schiff einfach laufen lassen und das Meer genießen zu können mit unserer X-302.

Nach dem diesjährigen Sommerurlaub haben wir uns voller Eifer daran gemacht einen Liegeplatz für das nächste Jahr in der Kieler Förde zu finden. Alles andere ist zu weit weg von Glückstadt. Die Ernüchterung kam sehr schnell, es gibt keine freien Liegeplätze in der Kieler Förde.

Entscheidungen über frei gewordene Liegeplätze können erst zum Ende des Jahres mitgeteilt werden, aber die Aussicht nach einem freien Liegeplatz ist gering. Nach einigen Überlegungen käme noch Maasholm in Frage, aber der Weg ist einfach zu weit fürs Wochenende. Trotzdem angefragt und, Warteliste Platz 44 🙁

Also bleiben wir auf der Elbe und warten bis sich jemand bei meldet, dass noch ein Platz für uns frei wird?

Nach dem Rauskranen musste das Boot für den Transport in das Winterlager noch verzurrt werden. Es kam eine Seglerin vorbei und erzählte mir, dass sie in Marina Minde 🇩🇰 liegen würden und es total schön dort sei. Marina Minde ist in Dänemark 🇩🇰, ja bestimmt schön aber so weit weg, Maasholm lag bereits außerhalb unseres gesetzten Ziels, aber Dänemark ?

Da unser Herbsturlaub gerade begonnen hat und Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat für ein paar Tage weg zu fahren, fanden wir die Idee gut einen Tagesausflug nach Dänemark zu unternehmen 😉

Tja, wie soll ich anfangen, gesetzte Grenzen sind dazu da um sie über den Haufen zu werfen?

Im Ort Egernsund 🇩🇰 auf einer Anhöhe angekommen und einen ersten Blick auf die Flensburger Förde war der erste Stich. Die Anfahrt zum Hafen war der zweite Stich. Der Hafen hat es uns beim ersten Eintreffen angetan, wir haben uns dort sofort wie Zuhause gefühlt. Der Hafen liegt abgeschieden, außer ein paar Ferienhäuser ist dort weiter nichts, einfach traumhaft schön mit der passenden Hafenatmosphäre. Viel zu überlegen gab es da bereits nichts mehr.

Fünf Tage später sind wir mit Fragen im Gepäck nochmal hin gefahren um diese zu klären. Auch dieses Mal sind wir wieder sehr aufgeschlossen und freundlich empfangen worden.

Klar wird hier eine Dienstleistung angeboten, aber alles mit Freundlichkeit und dem Gefühl hier gut aufgehoben zu sein. Nach ein paar Rückfragen u.a. zu den Größen der Boxen haben wir uns dazu entschlossen, für das kommende Jahr einen Liegeplatz zu buchen. Auch In Bezug auf Corona sollten die Grenzen wieder geschlossen werden, haben wir eine positive Auskunft bekommen.

Am Steg haben wir nette Segler aus Husum und Flensburg kennengelernt. Alle sind von dem Hafen und dem Personal begeistert. Eine Bestätigung für uns alles richtig gemacht zu haben.

Freuen wir uns auf die kommende Saison um „neXt level“ dort festmschen zu könnnen.

Ein paar erste Eindrücke 🙂

Imagefilm Marina Minde „Ein Stück Urlaub für Zuhause“

Mit freundlicher Genehmigung des Yachthafens Marina Minde.

Ausflug um die Ecke

Ein Wochenende etwas in die Länge gezogen in dem wir von Freitag auf Samstag um die Ecke nach Wewelsfleth gesegelt sind.

Glückstadt an der Pier 🙂

Zufahrt zur Stör, Anmeldung über Funk für die Durchfahrt
Die „PEKING“ kurz vor der Fertigstellung
Karte: nv charts

Das war der Weg zurück am Samstag nach Glückstadt. Leider ohne Segel da nur ein Hauch von Wind war, für eine „X“ gegen die Tide leider zu wenig. Vorhergesagt waren für den Nachmittag Unwetter, deshalb rechtzeitig abgelegt und los. Aus dem vorhergesagten Unwetter wurde ein kleiner Durchzug einer Böenfront und anschl. ein kurzer heftiger Regenschauer. Egal, dass Beste daraus gemacht. „Der Weg ist das Ziel 😉 “

Wir wären soweit, wenn da nicht…

Winterlager
Fertig zum Wassern

Da freut man sich den ganzen Winter darauf, dass neue Schiff ins Wasser bringen zu können und das es endlich los gehen kann. Das Schiff für ein paar Tage im Herbst nutzen können und nun das.

Das ganze Leben ist runtergebremst, nichts oder nur wenig geht noch. Das Virus hat uns im Griff. Es ist wie in einem Hollywood Film, leider nur real. Anfangs dachten wir das ist in China, weit weit weg und trift uns nicht. Tja weit gefehlt und wie es uns getroffen hat. Keiner hätte in solch einem Ausmaß damit gerechnet. Jetzt heißt es, zuhause bleiben und hoffen, dass sich die Infektion verlangsamt.

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch froh sein mit dem Verlauf bei uns in Deutschland. Leider sieht es in anderen Ländern viel, viel schlimmer aus und die Gedanken sind bei denen, die bereits verstorben, im Krankenhaus liegen und die vielen Menschen die sich für uns einsetzten. Vielen Dank für den Einsatz !

Hoffen wir, dass wir gesund bleiben und das der nächste Bericht hier auf dem Blog wieder etwas mit Segeln zu tun hat.

Bleibt gesund !

Sommer in Schweden

Zugegeben, dass Foto könnte überall aufgenommen worden sein. Aber da kommt wieder die Überschrift ins Spiel.

Sonnenuntergang kurz vor Stockholm (Riset)

Ich habe ein paar Fotos auf Google über die Reisen die wir in diesem Jahr gemacht haben, eingestellt. Es sind dabei viele Ziele zusammen gekommen. Dieses Foto wurde am Meisten betrachtet. Es ist zwar etwas kitschig, aber es passte alles zusammen. Die Höhe der Sonne, die Farbe der Sonne mit dem roten Licht des Himmels und das Boot genau in der Mitte in der Spiegelung auf dem Wasser.

Hoffen wir mal, dass der Winter schnell vergeht und der Fühling schnell wieder kommt. Die X-302 liegt gut verpackt und wartet (so wie wir) wieder ausgepackt zu werden. Ich freue mich schon besonders auf das Auftakeln des Bootes im Frühling. Beim Abtakeln waren so viele kleine Dinge die ich hoffe im Frühling wieder zusammen zu bekommen. Das wird bestimmt ein Spaß werden mit viel Geduld, Ausdauer und Freude.

Winterbetrieb 🙁

Ab ins Winterlager

Am letzten Wochenende sollte eine ordentliche Runde gesegelt ⛵️ werden. Nach der großen Vorfreude kann dann die Ernüchterung :

Wind, wo bist du ?

Wir konnten gerade mal in der Strömung unsere Position halten, es war nur ein Hauch von einem Luftzug zu spüren. Also wurde der Sonnenschein und auf dem Wasser sein zu können, genossen.

Nun aber war es an der Zeit, dass Boot ins Winterlager zu bringen. Geplant war Dienstag, ein Blick morgens auf dem Fenster sagte Eindeutig „NEIN“. Grau, dunkel und viel Wasser von oben machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Fahrt ins Winterlager sollte ein passender Abschluss werden, also heute dann eben nicht. Der Donnerstag versprach ein guter Tag zu werden laut Wettervorhersage, Sonnenschein und ein moderater Wind. Und tatsächlich, am Donnerstag schien die Sonne, zur großen Freude ist mein Sohn Elias mitgekommen, der spontan Lust dazu hatte das Boot mit nach Harburg zu bringen.

Elias, schön das du dabei gewesen bist 🙂

Das mit dem Sonnenschein passte, aber wo war der vorhergesagte Wind, wieder Fehlanzeige. Nach etwas Vortrieb entschlossen wir uns unter Motor weiter zu fahren, denn es lagen ca. 25 Seemeilen vor uns. Dann kam das große Erwachen, der Motor sprang nicht an. Treibend auf der Elbe mit dem Ziel, dass Boot ins Winterlager zu bringen verschwand unser Vorhaben vor unseren Augen. Da meine technischen Fähigkeiten was Motoren betrifft überschaubar sind wurden kurzerhand drei Telefonate geführt um nach Unterstützung zu suchen wo der Fehler liegen könnte, leider ohne Erfolg. Die Überlegung war jetzt, entweder zurück nach Glückstadt gegen Tide oder bis Wedel treiben zu lassen. Wahrscheinlich hätten wir es treibend bis kurz vor Wedel geschafft und wären dann wieder zurück nach Glückstadt getrieben ☺️. Ein letzter Versuch an den Kontakten der Batterie zu rütteln brachte wieder Leben auf das Schaltpanel. Also Motor an und los in Richtung Hamburg. Trotz der langen Fahrt unter Motor haben wir die diese dann doch noch genießen können. Aber zu Segeln ⛵️ ist einfach vieeeeeel schöner, ich könnte kein Motorboot Fahrer werden 😊.

Langsam kam der Hamburger Hafen in Sicht. Die Containerbrücken waren schon weit aus der Ferne zu sehen. Beim Annähern mit der untergehenden Sonne und den Wolken wurde uns ein farbenprächtiges Bild präsentiert.

Kurz nach der Köhlbrandbrücke war dann erstmal Schluss mit weiter fahren. Die Kattwykbrücke zum Harburger Hafen macht alle 2 Stunden auf, wir hatten etwas über eine Stunde Zeit zu warten, genau die Zeit die uns die Motorpanne kostete. Ein paar Vorbereitungen und die untergehende Sonne verschönerte uns die Wartetzeit.

Nachdem die Brücke um 20:00 Uhr hoch ging, konnten wir die letzten 20. Minuten Fahrt antreten. Die Fahrt durch den Harburger Hafen, natürlich wieder bei Dunkelheit wie schon so oft in der kurzen Zeit mit dem neuen Schiff klappe gut. Dort im Dunkeln angekommen und das Schiff festgemacht haben wir noch die Segel abgeschlagen, da es am Freitag regnen sollte und wir die Segel trocken verpackt haben wollten.

Da liegt nun das Schiff und wartet auf seinen Winterschlaf, und wir mit großer Vorfreude auf das kommende Jahr. Am kommenden Wochenende liegt noch das Kranen an. Mast legen, Boot auf den Winterlagerbock setzen und an seinen Platz bringen. Da wir noch keinen Hafentrailer haben, kommt das Boot in die Bootswerft „Peter Knief“. Dort werden wir ein Funkgerät einbauen lassen und den Motor einer Inspektion unterziehen lassen. Eine Werft, zu der ich volles Vertrauen habe und unser Boot in guten Händen weiss.

Das Funkgerät haben wir heute bei unserem örtlichen Bootsausrüster „Günter Klingbeil“ gekauft. Ein Bootsausrüster direkt vor Ort in Glückstadt. Hier bekommt man fast alles mit einer individuellen und kompetenten Beratung. Sollte es nicht verfügbar sein, wird es innerhalb von ein bis zwei Tagen besorgt 👍.

Überführung von Kiel nach Glückstadt

Angekommen in der neuen Heimat

Juhu, die X-302 ist in Glückstadt angekommen. Nachdem Ole angeboten hat das Schiff nach Kiel zu bringen, haben wir das Angebot aus Zeitgründen gern angenommen. Die Überfahrt von Marstal nach Kiel war eine richtige Abschiedsfahrt. Ole sagte uns, dass nochmal ordentlich gesegelt wurde. Bei 7 Knoten Fahrt und 5 – 6 Windstärken, in Böen mehr hatte das Team anscheinend seine Freude. Das Schiff in Kiel übernommen, alle Sachen ins Boot „geworfen“ sollte es in die Schleuse gehen. Da gerade alle Schiffe mit der MS-Europa durch die Schleuse gingen, war es vor der Schleuse leer. Kein Schiff weit und breit zu sehen. Um Klarheit zu erlangen, rief ich beim Schleusenwärter an fragte nach, wann mit der nächsten Schleusung zu rechnen sei. Der gute Mann sagte uns, dass gleich ein paar Schiffe aus der Kammer kommen würden und wir bei dem weißen ununterbrochenen Lichtsignal schnell einfahren sollen und wir dann mit können. Gesagt, getan und wir waren allein in der Schleusenkammer. Die erste Schleusung für uns und das ohne Hektik und Bedenken vor den Strömungen in der Kammer. Vielen Dank nochmal an den freundlichen Schleusenwärter des WSA. Nach dem Verlassen der Schleuse ging es die erste Etappe Richtung Rendsburg. Der Kanal darf nur bei Tageslicht befahren werden, oha als wir in Rendsburg ankamen war es bereits dunkel. Zum Glück war es windstill und wir konnten ohne Probleme einen Platz zum Festmachen in einer der Marinas finden. Am nächsten Tag ging es zur 2. Etappe Richtung Brunsbüttel. Also ganz ehrlich, der Kanal ist langweilig.

Kanalfahrt mit Abwechselung

Wenn ein größeres Schiff entgegenkommt gibt es eine Abwechslung, aber die langen geraden Passagen des Kanals haben mich geschafft.

Die Brückenkonstruktionen sind bewundernswert

Der Kanal ist 98 Kilometer lang und alle 500 Meter steht ein Schild mit der Kilometer Einteilung. Ich habe jedes einzelne Schild mitbekommen 😩

Kurz vor dem Erreichen der Schleuse in Brunsbüttel auf Sichtweite ging das Schleusentor zu. Also warteten wir vor der Schleuse ab was passiert. Kurz darauf öffnete sich die 2. Kammer und es ging ein weißes Licht an. Das weiße ununterbrochene Licht bedeutet, freie Einfahrt in die Schleusenkammer. Also rein in die Schleuse, festmachen und froh sein das auch dieser Schleusengang für uns perfekt ablief. Es schaute jemand von oben runter und meinte, es würde 20 Minuten dauern bis es los geht, aber das war uns egal. Hauptsache fest in der Schleuse und das bei schönsten Wetter.

Schleusenkammer Brunsbüttel

Aus der Schleuse raus ging es bei Wasserstillstand Richtung Glückstadt. Kurz darauf setzte der Ebbstrom ein und die Fahrt Richtung Glückstadt zog sich in die Länge da wir gegen die Tide fahren mussten. Aber der einsetzende Sonnenuntergang entschädigte uns dafür.

Sonnenuntergang Richtung Heimat

Natürlich war es auch hier wieder dunkel beim Einlaufen in den Hafen von Glückstadt. An dem Wochenende war im Hafen einiges an Seglertreffen los, kurzgesagt war der Hafen voll. Ein paar Segler aus Cuxhaven waren der Meinung, man könne nicht an deren Boot festmachen (so viel zur Seemannschaft) hatte uns ein Segler aus Finkenwerder längsseits festmachen lassen. Das Schiff war zuhause und wir waren froh, dass alles bestens bei der Überführung geklappt hat. Jetzt liegt das Boot vorerst im Binnenhafen. Dort wo es im kommenden Jahr auch liegen wird.

Angekommen im Heimathafen

Jetzt steht für dieses Jahr noch die Überführung ins Winterlager nach Harburg zu der Firma Knief an.