Kategorie: Urlaub

Wir sind dann mal fertig

Unseren Urlaub haben wir dafür nutzen können, alle Frühjahrsarbeiten schon im Herbst erledigen zu können.

Fertig poliert mit Unterwasseranstrich.

Die milden Temparaturen haben dazu eingeladen, schon jetzt alles zu erledigen.

Im Frühjahr ist es oft ein abwägen, ob die Temperaturen für das Antifouling schon stimmen und außerdem soll es möglichst früh aus der Halle ins Wasser gehen. Das Verlegen an die Ostsee zu unserem neuen Sommerliegeplatz steht dann rechtzeitig an.

Langweile kommt aber nicht auf, es sind noch ein paar andere Dinge zu erledigen und der Wunschzettel für den Weihnachtsmann ist lang und wird länger. Vielleicht bringt er ein paar Dinge die dann auch verbaut werden sollen 🙂

Es ist ein gutes Gefühl, wenn das Boot den Winter über in einer Halle steht. Geschützt vom Wetter ist es in diesem Jahr entspannter. Im letzten Winter immer wieder nach Harburg zu fahren und nachzuschauen ob alles ok. ist.

Außerdem macht es auch Spaß um die Ecke zu fahren und zu schauen was das Boot macht und ein Bier darauf zu trinken 😀.

Sommertörn

Seetagebuch:

1. Tag Samstag
Glückstadt – Brunsbüttel
gesegelt 15,6 nm – Zeit 3:32 Std.
Durchschnitt 4,4 kn – Max. 8,2 sm
Wind: 13 Knoten / 19 Knoten
Der Sonntag war der eigentliche geplante Tag zum Losfahren, da aber für Sonntag viel Wind und Regen vorausgesagt war, sind wir bereits Samstag Abend mit ablaufender Tide Richtung Brunsbüttel gestartet.
Zur Einstimmung nach Brunsbüttel war das schon gut, mit bis zu 16 Knoten Wind.
Nach ca. 45 Min. Wartezeit vor der Schleuse konnten wir schleusen und sind dann in den Hafen um dort fest zu machen. Wir haben in einem Päckchen neben Vereinskameraden festgemacht, die am nächsten Morgen um halb acht Richtung Glückstadt ablegen wollten.

Brunsbüttel bei Nacht, durch den regen Schiffahrtsverkehr ist dort immer etwas los

2. Tag Sonntag
Brunsbüttel- Rendsburg NOK
Motor 36 nm – Zeit 7:05 Std.
Um halb acht ging es dann auch los in Richtung Rendsburg. Kurz nach dem Ablegen ging der versprochene Regen los, als hätte der Himmel alle Pforten geöffnet. Nach ca. 1,5 Stunden hatte das Wetter alles ausgegossen, was da oben vorhanden war.

Regen was das Zeug hält

3. Tag Montag
Rendsburg – Laboe
19 nm Motor
3 nm Segelzeit auf der Kieler Förde nach dem NOK bis nach Laboe.
Zeit 5:00 Stunden gesamt.
Im Kanal haben uns viele überholt, an der Schleuse Holtenau warteten alle, als wenn sie auf uns gewartet haben um mit uns ausschleusen zu können. 🙂

Ankunft Kieler Förde in Richtung Laboe

4. Tag Dienstag
Laboe Hafentag, ordentlich Wind.
Für den Anfang zu viel Wind für uns um nach Marstal abzulegen
Mit der Fähre sind wir nach Kiel um einen Ausflug zu unternehmen.

5. Tag Mittwoch
Laboe Hafentag, erneut viel Wind.

6. Tag Donnerstag
Laboe Hafentag, wieder viel Wind.
Wir haben Wäsche gewaschen und alles vorbereitet für die Abfahrt am nächsten Tag.

Kartenarbeit

7. Tag Freitag
Laboe – Marstal
Gesegelt 31,8 nm – Zeit 9:03 Std.
Durchschnitt 3,5 kn – Max. 6,9 Knoten
Schweinswal gesehen.
Was für ein Wetter, perfekter Wind und Temperaturen, die sich dann den ganzen Urlaub durchzogen, SOMMER, ole ole !!!
Wir sind von 6 Stunden Segelzeit ausgegangen, zwischenzeitlich hat der Wind eine Pause eingelegt, was die lange Fahrtzeit verursachte.

Kiel Leutturm


Entschädigt wenn man das so sagen kann, wurden wir mit dem Auftauchen und den Geräuschen eines Tümmlers direkt neben dem Boot. Das allein war ein nie zu vergessendes Geräusch.

Einfach klasse⛵


Die Weite – übers Meer zu fahren und zu schauen ist einfach unbeschreiblich schön.

Die Weite


In Marstal angekommen und nach Ausschau eines freien Liegeplatzes stand direkt am Kopf eines Stegs jemand der uns zurief „hier ist noch ein Platz frei“.
Wie krass ist das denn, da wir eh spät dran waren dachten wir schon, dass es schwierig sein wird einen Liegeplatz zu bekommen.
Freundlicherweise hat der gute Mann uns am Steg angenommen, es wurden ein paar Sätze ausgetauscht und weg war er wieder. Nochmals vielen Dank an den Segler aus „Wedel“.

Marstal im Hafen 🇩🇰


Wir hatten nach der langen Fahrzeit schon gedacht nur schwer einen Liegeplatz zu bekommen, aber so einfach, damit hatten wir nun gar nicht gerechnet.

8. Tag Samstag
Hafentag-Marstal
Mit der Erkundung von Marstal und dem Besuch des Schifffahrtsmuseums.
Bei der Gelegenheit habe ich beim örtlichen Ausrüster ein Fall gekauft um mir eine Cunningham fürs Großsegel einzubinden. Es gibt immer etwas zu kaufen und zu basteln 🙂

Marstal
Marstal Strand

9. Tag Sonntag
Marstal – Söby
Gesegelt 31,2 sm – Zeit 8:28 Std.
Durchschnitt 3,7 – Max. 8 Knoten
Anfangs 18 Knoten dann weniger bis auf 0 Knoten
ca. 2 Stunden unter Motor
Es war so geplant, nicht innen um die Insel zu Segeln, sondern außen um die Insel nach Avernakö. Anfangs lief es gut mit bis zu 17 Knoten am Wind. Aber nach und nach ließ der Wind nach, so daß am Ende nur noch 2-3 Knoten übrig blieben, hmmm. Hätte man das am Anfang nicht so aufteilen können das der Wind gleichmäßig bleibt, ich meine ja nur…..

Kurz vor der Flaute


Planänderung und ab nach Söby. Wie sollte es auch hier wieder sein, es standen zwei Frauen am Steg und empfingen uns zum Festmachen. Klasse, haben oft gelesen, dass die Hilfe oft bemängelt wurde, bis jetzt stellte sich raus, bei uns nicht. Wie sich herausstellte war dies ein kleiner gemütlicher Hafen. So gemütlich das wir im Nachhinein noch gedacht haben, warum sind wir nicht noch einen Tag länger geblieben.

Hafeneinfahrt von Söby

10. Tag Montag
Hafentag Söby
Schönstes Wetter um den Ort und die Umgebung zu erkunden.
Es war so warm das ich keine Lust hatte 5 KM zu laufen um zu dem Leuchtturm zu kommen. Vom Wasser aus sieht er besonders toll aus. Gebaut 1881, als Andenken haben wir später ein gemaltes Bild im Rahmen gekauft 🙂

Hafen von Söby
Weg zum Strand

Tag Dienstag
Söby – Maasholm
Gesegelt 26,4 sm – Zeit 6:27 Std.
Durchschnitt 4,1 – Max. 8,5 Knoten
Schweinswal gesehen

Etwas weit weg, aber immerhin 🐬


1x gerefft, vorsorglich da am Horizont eine schwarze dunkle Front aufzog, da aber der Regen und der Wind ausblieb, haben wir wieder ausgerefft.
Aufgrund der Windverhältnisse haben wir einen Schlag nach Maasholm gemacht. Beim Ablegen waren wir noch offen mit dem Ziel und hatten die Möglichkeit nach Mommark, Sonderburg oder Höruphav zu Segeln. Sonderburg oder Höruphav wäre genau gegen an gewesen.

Tag Mittwoch
Hafentag Maasholm
Wind bis zu 23 Knoten in der Spitze.
Wir haben den Ort erkundet und wie oben erwähnt das Bild in einer Galerie gekauft.

Schöner Weg in einer Baumallee
Abendstimmung in Maasholm


Ein schöner gemütlicher Hafen wo wir uns vorstellten könnten, mal eine Saison das Boot liegen zu haben. Aber die Anfahrt ist dann doch leider etwas zu weit, schade.

Kochen ging hervorragend

Tag Donnerstag
Maasholm – Laboe
Gesegelt 24,2 sm – Zeit 7:30 Std.
Durchschnitt 3,2 – Max. 6,4 Knoten
Der Plan war nach Eckernförde zu Segeln. Der Plan wurde jedoch in der Eckernförder Bucht über Bord geworfen, da der Wind schlagartig nachließ.
Als wird endlich aus der Landabdeckung raus waren lief es mit einen kleinen Verholeschlag gut bis nach Laboe.

Ausfahrt aus der Schlei

Tag Freitag
Hafentag – Laboe

Tag Samstag
Laboe
Gesegelt 9,04 sm – Zeit 2:14 Std.
Durchschnitt 4.0 – Max 6,7 Knoten
Da wir einen festen Platz in der Marina hatten konnten wir ablegen, in der Kieler Förde Segeln und wieder am gewohnten Platz anlegen, herrlich.

Fast wie in der Südsee

Tag Sonntag
Abfahrt in den NOK – nach Rendsburg
23,6 sm – 5:21 Std.
Alles unter Motor 5:21 Min.
1,5 Stunden vor der Schleuse in Holtenau gewartet. Bis auf einen Frachter waren alles Freizeitboote in der Schleuse.
Rendsburg eignet sich als Zwischenstopp, dann ist die Durchfahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal nicht so lang, jedenfalls gefühlt.

Tag Montag
Weiterfahrt Rendsburg nach Glückstadt
Abfahrt 7:30 – Ankunft Schleuse Brunsbüttel 14:30
Motor 7 Stunden fahrt
ca. 30 Min. Wartezeit vor der Schleuse
49,3 sm – Zeit 9:24 Stunden
max. gesegelt 10 Knoten
1,5 Stunden von Brunsbüttel nach Glückstadt gesegelt
Ankunft 17:00 Uhr
Zum Abschluss wurden wir nochmal verwöhnt von Brunsbüttel nach Glückstadt.

Auf der Elbe angekommen kurzt vor dem Auffrischen des Windes


Der Wind frischte auf, so daß wir noch gute bis zu 16 Knoten Wind hatten.

Für unseren ersten Törn auf der Ostsee ist es perfekt gelaufen. Keine Manöver sind schief gelaufen, dass Boot zeigte für den ersten großen Auflug nach dem Kauf im letzten Jahr kein bösen Üerraschungen.
Das Leben auf dem Boot war für die ganze Zeit sehr entspannt. Kochen, abwaschen und alle anderen Dinge liefen klasse.
Zum Anfang haben wir uns viel den Kopf gestoßen oder viel gesucht, wo haben wir was verstaut, aber nach einer Eingewöhnungsphase lieft alles klasse.
Freuen wir uns auf das nächste Jahr !

Sommer in Schweden

Zugegeben, dass Foto könnte überall aufgenommen worden sein. Aber da kommt wieder die Überschrift ins Spiel.

Sonnenuntergang kurz vor Stockholm (Riset)

Ich habe ein paar Fotos auf Google über die Reisen die wir in diesem Jahr gemacht haben, eingestellt. Es sind dabei viele Ziele zusammen gekommen. Dieses Foto wurde am Meisten betrachtet. Es ist zwar etwas kitschig, aber es passte alles zusammen. Die Höhe der Sonne, die Farbe der Sonne mit dem roten Licht des Himmels und das Boot genau in der Mitte in der Spiegelung auf dem Wasser.

Hoffen wir mal, dass der Winter schnell vergeht und der Fühling schnell wieder kommt. Die X-302 liegt gut verpackt und wartet (so wie wir) wieder ausgepackt zu werden. Ich freue mich schon besonders auf das Auftakeln des Bootes im Frühling. Beim Abtakeln waren so viele kleine Dinge die ich hoffe im Frühling wieder zusammen zu bekommen. Das wird bestimmt ein Spaß werden mit viel Geduld, Ausdauer und Freude.

Winterbetrieb 🙁